Mallorca ist nicht Deutschland

November 6, 2016

Viele Mallorca-Deutsche müssen schmerzlich erfahren, dass auf Mallorca die Uhren anders gehen.

Vieles auf der Insel ist nicht schlechter oder besser als in Deutschland, aber mit Sicherheit anders trotz Europa und aller Harmonisierungstendenzen.

 

Weit verbreitet ist unter den Deutschinsulanern die Annahme, dass das spanische Laissezfaire sich auch auf Baugenehmigung oder Bauvorschriftenerstreckt. Irrtum. Gerade in Zeiten leerer Kassen der öffentlichen Hand ist eine Baugenehmigung immer dringend anzuraten.Mallorca hat sich sehr verändert. Vorbei sind die Zeiten in denen wild drauflosgebaut werden konnte.Wird man heute bei einem illegalen Bau erwischt, drohen drakonische Strafen. Je nach Baugebiet werdeni llegale Bauten mittlerweile auch abgerissen.

 

Ein konkretes Fallbeispiel: Herr Rainer K. aus Düsseldorf mit Zweitwohnisitz in Puerto de Puerto de Andratx. Er ist erfolgreicher Geschäftsmann eines börsennotierten Unternehmen und will seinem Haus eine Frischzellenkur verpassen. Sein deutscher Hausmeister kennt ein paar Handwerker. Was Herr K. nicht weiß: Die Künstler, die er auf sein Haus los lässt, sind nicht vom Fach, sondern Quereinsteiger. Es wundert Herrn K. anfangs nicht,dass sein Hausmeister den kompletten Umbau kostenlos betreut und dieser weit teurer kommt als inDeutschland. Die Amigos legen ohne Baugenehmigung los und prompt steht das Bauamt vor der Tür. Auch wenn bislang im Bad nur ein paarFliesen abgetragen wurden, erhält Herr K. eine saftige Geldstrafe aufgebrummt. Nicht nur, weil die Baumaßnahme nicht angemeldet war, sondern auch, weil die Arbeiter Schulden beim Finanzamt und der Sozialversicherungsbehörde haben, für die Herr K. auch noch zur Kassegebeten wird.

 

Denn Finanzamt undSozialbehörde nehmen die Auftraggeberin die Pflicht. Wer nicht prüft ob der Unternehmer offene Rechnungen bei diesen Ämtern hat, bevorer eine Rechnung anweist, muss untergewissen Umständen mit hohen Forderungen rechnen. Das Strafmaß macht etwa das Vierfache der beauftragten Projektkosten aus. Der Anwalt von Rainer K. kämpft zwei Jahre lang und verliert.

Die Anwaltskosten lagen trotz des negativen Ergebnisses für Herrn K. bei ca. 14.000Euro.

 

Die letzte Rettung: Der Hausmeister teilt mit, er habe erstklassige Verbindungen zum Bauamt habe.

Für 25.000 Euro könne man die Angelegenheit „klären“ indem man die Akten verschwinden lässt.

Herr K. ergreift diesen letzten Strohhalm. Was dann verschwindet, sind nicht die Akten,sondern ist der Hausmeister und die 25.000 Euro.

 

Ein Fall von unzähligen. Die „beliebtesten Fehler“ von Mallorca-Deutschen in Sachen Bauen, Recht und Steuern erfahren Sie bei unserer Veranstaltungsreihe:

 

Bausen, Sanieren und Investieren auf Mallorca:

 

Veranstaltungsdatum: Mittwoch der 23.11.2016 von 19.30 h - 21.00 h

Ort: Calle d`Alicant 27 in 07180 Santa Ponsa

 

Die Veranstaltung ist kostenlos.

 

Unter folgendem Link können Sie sich anmelden.

 

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